MEDEA - klein 

Eine Annäherung // auf der Basis von Musik verschiedener Epochen // 
Tournée durch die Schweiz // 2014/15 /// 

Wie kann eine Mutter ihre eigenen Kinder umbringen? Aus Rache, um den untreuen Gatten zu verletzen und sein „Erbe“ auszulöschen? Als Schutz vor Schlimmerem? Aus blinder Wut? Aus dem pseudogöttlichen Gefühl: Was ich erschaffen habe, kann ich auch wieder vernichten?

Oder hat Medea es gar nicht getan?

Wie es „wirklich“ war, kann nicht herausgefunden werden. Der Mythos kennt eine eigene Form von Wahrheit. Uns interessiert, wie Künstler verschiedenster Epochen Medea über die Jahrhunderte wahrnehmen, wie sie - aus der jeweiligen Epoche heraus - die Figur Medea vorstellen. Oft sind die Darstellungen schon in sich sehr facettenreich: Die Anlage als szenische Collage kommt dieser plurivalenten Wahrnehmung der Figur entgegen.

Das Thema „Kindsmord“ ist eines der letzten in unserer Gesellschaft noch anerkannten Tabus: Die Liebe einer Mutter zu ihren Kindern gilt als heilig, sie wird als naturgegeben, selbstverständlich, unumstösslich angesehen. Dass eine Mutter ihre eigenen Kinder töten kann, entsetzt uns und wirft unangenehme Fragen auf.


Eigene Fassung auf der Basis des Melodrams von Friedrich Wilhelm Gotter.
Mit Musik von Francesco Cavalli, Georg Friedrich Händel, Johann Simon Mayr, Lucia Ronchetti.

Diese Produktion können Sie als [Gastspiel buchen].

Viviane Hasler, Renate Berger Gesang // Ina Hofmann Akkordeon // Denis Brkic Kontrabaß /// 

  Première 19. November 2014 // 20h15 // Stanzerei // Baden // 
29.November 2014 // 20h30 // Théâtre Carré Noir // Biel/Bienne // 
 30. November 2014 // 17h00 // Theater Remise // Bern /// 



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